Reinigung & Pflege verschiedener Beläge


Parkettpflege

Oberflächenbehandlung und Pflege

Maßgebend für die Auswahl der Oberflächenbehandlungsmittel ist die zu erwartende Beanspruchung des Bodens und der Verwendungszweck des Raumes (Wohn-, Büro- oder Gewerbebereich).

Grundsätzlich bieten sich zwei Möglichkeiten an:

 das Ölen und Wachsen mit natürlichen Überzugsmitteln

 und das Versiegeln mit Lacken

 

Natürliche Oberflächenbehandlungsmittel

Öle und Wachse sind die ursprünglichsten Mittel zur Oberflächenbehandlung. Sie sind überwiegend duftneutral und enthalten keine oder nur geringe Mengen an Lösungsmitteln. Holzfußböden, die mit Ölen oder Wachsen behandelt wurden, beeinflussen durch die ungehinderte Feuchteregulierung des Holzes das Raumklima positiv. 

Für die Oberflächenbehandlung werden überwiegend Leinöl und Holzöl eingesetzt. Sie dringen in das Holz ein und es entsteht eine offenporige Imprägnierung. Öle werden von Lösungsmitteln, Laugen und Säuren angegriffen, bei Wassereinwirkung quellen sie auf. Die Oberflächen- und Abriebfestigkeit sind nicht sehr hoch, deshalb empfiehlt sich eine zusätzliche Wachsschicht.

Wachse werden unterschieden in natürliche, halbsynthetische und synthetische Wachse, die in harter, pastöser oder flüssiger Form angeboten werden. Für die Oberflächenbehandlung von Holzfußböden kommen zumeist das Heißwachsen (80°C) und Heißeinbrennen (160°C) zur Anwendung. Wachse werden von Lösungsmitteln an- bzw. aufgelöst und quellen bei Wassereinwirkung. Die erzielte Oberfläche ist meist offenporig.

 

Versiegelungen

Versiegelungen bewirken die Füllung der Holzporen und bilden einen fest haftenden Film von hoher Abrieb- und Kratzfestigkeit, der das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit verhindert. Die Versiegelung erfolgt sofort nach dem Abschleifen des Holzfußbodens. 

 

Pflege

Reinigung und Pflege des Parkettbodens sind einfach und beschränken sich in der Regel auf das Entfernen losen Schmutzes mit Mopp, Besen oder Staubsauger sowie „nebelfeuchtes“ (nie nass!) Wischen. Zur Pflege gibt es darüber hinaus Polituren für versiegelte Böden und Pflegeprodukte für ölbehandelte Böden, bei denen der Boden mit der Reinigung gleichzeitig gepflegt wird.



Korkpflege

Korkböden werden am besten durch Kehren gereinigt, von Zeit zu Zeit können sie auch feucht gewischt werden. Dem Wischwasser dürfen keine alkalischen Reinigungsmittel zugesetzt werden. 

Es wird dringend empfohlen auf die Einhaltung von Herstellerempfehlungen 

(Kork und Pflegemittelhersteller) zu achten.

 

Um die Korkoberfläche vor Wasser und schärferen Putzmitteln zu schützen, kann der Boden mit einem 2-Komponenten-Wasserlack versiegelt werden.



Linoleumpflege

Unbehandeltes Linoleum ist schmutzanfällig, es wird deshalb heute durch werksseitig aufgebrachtes Oberflächenfinish aus Acrylatdispersion vor Beschädigung und Verschmutzung während der Bauphase geschützt. Zugleich erleichtert die porenfüllende, glättende Behandlung die spätere Reinigung und Pflege.

 

Die Reinigung von Linoleum kann in drei Arbeitsgängen gegliedert werden. Die Ein- bzw. Erstpflege durch Polymerisation oder Selbstglanz-Emulsion. Sie vermindert die Auswirkungen mechanischer und färbender Vorgänge auf die Belagsoberfläche und dient als Vorbereitung auf die Unterhaltsreinigung.

Die Unterhaltsreinigung und Pflege durch Nasswischen, Feuchtwischen, Cleanern (Pflegefilmsanierung) oder Reinigungsautomaten.

 

Als kostengünstig, hygienisch und ökologisch am besten vertretbar wird eine Kombination aus Feuchtwischen und Cleanern empfohlen.

 

Die Grundreinigung ist nur bei starken Verschmutzungen oder einer Abnutzung des Pflegefilms erforderlich, die nicht mehr durch Pflegefilmsanierung zu beheben ist. Es ist dann darauf zu achten, dass die eingesetzten Ein- oder Mehrscheibenmaschinen nur mit weichen bis mittelharten Pads ausgerüstet sind.



Kautschukpflege

Für die laufende Unterhaltsreinigung ist auf eine sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht sparsame Verwendung von Reinigungsmitteln hinzuweisen, da auf der porenfreien Oberfläche die Schmutzpartikel nur geringe Anhaftungsmöglichkeiten finden.

Bei Platten/Fliesen kann vor der Verwendung spezieller Reinigungssysteme (metallhaltige Derivate) eine gewerbliche Grundreinigung notwendig werden,

um die möglicherweise noch anhaftenden trennmittel der Pressformen zu entfernen.

 

Werden verlegte/geklebte elastomere Bodenbeläge nach langjähriger Nutzung ausgebaut, so können diese auf Deponien entsorgt, recycelt oder thermisch verwertet werden. 



Teppichpflege

Unterhaltsreinigung

Mit dem Begriff Unterhaltsreinigung werden das tägliche oder regelmäßige Entstauben textiler Bodenbeläge sowie die Fleckentfernung zusammengefasst .

 

Durch das Entstauben, bevorzugt mit Hilfe eines geeigneten Bürstsaugers, können lose aufliegende, trockene und nicht klebrige Anschmutzungen entfernt werden. Der Bürstsauger sollte über eine elektrisch angetriebene Bürstwalze verfügen, die in regelmäßigen Abständen auf Abnutzung und Verschmutzung durch Haare und Flusen kontrolliert werden muss. Die Bürste sorgt für eine Öffnung des Pols, so dass Anschmutzungen optimal aus der Nutzschicht entfernen werden können. Weiterhin ist eine häufige Kontrolle des Filtersystems notwendig, um eine optimale Saugleistung und eine gute Feinstaubfilterung des Luftstroms zu gewährleisten. 

 

Die regelmäßige Unterhaltsreinigung durch Bürstsaugen ist für eine lange Nutzungsdauer des textilen Bodenbelags von großer Wichtigkeit. Verschmutzungen wie grober Sand wandern mit der Zeit durch die Polnutzschicht auf das Trägermaterial, wenn sie nicht vorher entfernt werden, und können dort Schaden durch mechanische Zerstörung des Fasermaterials anrichten. Ein tägliches Bürstsaugen ist besonders in Bereichen mit starker Begehfrequenz, wie z. B. Eingänge, Flure, Kantinen, Lobbys, notwendig. Andere Bereiche sollten nach Bedarf regelmäßig durch Bürstsaugen gereinigt werden. Das Bürstsaugen wird im Rahmen der Unterhaltsreinigung als eigenständige Maßnahme durchgeführt, sollte aber auch vor jeder Intensivreinigung zur Entfernung von Grobschmutz eingesetzt werden.

 

Die Fleckbehandlung dient zur Beseitigung von Flecken sowie örtlich begrenzten Verunreinigungen oder Verfärbungen, die nicht durch das Bürstsaugen im Rahmen der Unterhaltsreinigung entfernt werden können. Eine Fleckentfernung gehört aber auch als wesentlicher Bestandteil zu jeder Intensivreinigung.

 

Das 4-Phasen-Prinzip der Fleckentfernung empfiehlt folgende Vorgehensweise: 

Losen Schmutz durch Bürstsaugen entfernen, eingetrocknete Substanzen mit einem Messerrücken oder Löffel abheben und Flüssigkeiten mit einem sauberen weißen Tuch abtupfen.

Eingetrocknete Flecken mit lauwarmem Wasser lösen und mit weißem saugfähigen Tuch oder Papier abtupfen.

Flecken, die sich nicht mit Wasser entfernen lassen, mit einem handelsüblichen Teppichshampoo behandeln und die gelösten Substanzen zwischendurch abtupfen.

Besonders hartnäckige Flecken können mit einem Fleckentferner und einem weißen Tuch behandelt werden. Vorher sollte die Farbechtheit des Teppichbodens an einer verdeckten Stelle überprüft werden.

 

Intensivreinigung

In dem Begriff Intensivreinigung werden sämtliche Reinigungsbehandlungen zusammengefasst, die über die regelmäßige Unterhaltsreinigung hinausgehen. Eine Intensivreinigung muss dann durchgeführt werden, wenn die Unterhaltsreinigung nicht mehr zu einem befriedigenden Ergebnis führt.

Die Auswahl eines Verfahrens für die Intensivreinigung wird sowohl durch die Konstruktion des textilen Bodenbelags, die Art und den Zustand der Verlegung, als auch durch den Grad der Anschmutzung und den objektbezogenen Bedarf bestimmt.

 

Eine Intensivreinigung kann nicht nur vollflächig, sondern auch in Teilbereichen des Objekts ausgeführt werden. Als wesentlicher vorbereitender Arbeitsschritt ist das Bürstsaugen zu nennen, damit grobe, nicht anhaftende Anschmutzungen vor einer Feuchtreinigung entfernt werden. Eine Vor- und Nachbehandlung von Flecken gehört ebenfalls zu einer Intensivreinigung.

Für eine Intensivreinigung stehen folgende Verfahren zur Verfügung: 

Bei der Pulverreinigung wird ein feuchtes Reinigungspulver auf den textilen Bodenbelag aufgebracht und mit geeigneten Geräten eingearbeitet. Während der Trocknungszeit wird der Schmutz an das Pulver adsorbiert. Anschließend wird das Reinigungspulver mit dem entfernten Schmutz mit Hilfe eines Bürstsaugers abgesaugt. Dieses Verfahren ist wegen seiner geringen Feuchtigkeitsbelastung auch während der Betriebszeiten im Objekt anwendbar, seine Reinigungswirkung in die Tiefe der Polnutzschicht ist jedoch begrenzt.

Die Padreinigung umfasst das Aufsprühen einer Reinigungsflüssigkeit auf den Textilbelag und das Einmassieren mit einem textilen Pad oder die Bearbeitung des trockenen Belags mit einem angefeuchteten Pad. Durch die unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten dieses Verfahrens in Bezug auf die Pads und Maschinen besitzt es eine große Anwendungsbreite. Der geringe Feuchtigkeitsauftrag sorgt für kurze Trocknungszeiten. Auch dieses Verfahren dringt nicht in tiefere Polschichten vor, sondern verbessert nur die optische Wirkung des Bodenbelags.

Bei dem als Trockenschaumreinigung bekannten Verfahren wird ein vorgefertigter Schaum auf die textile Oberfläche aufgebracht und in einem Arbeitsgang in den Pol eingearbeitet. Nach der vorgeschriebenen Einwirkungszeit kann der gelöste Schmutz zusammen mit den auskristallisierten Reinigungsmittelrückständen entfernt werden. Dieses Verfahren der Intensivreinigung hat keine Tiefenwirkung. Besondere Gefahr bergen klebrige Reinigungsmittelrückstände auf dem Belag, die für eine schnellere Wiederanschmutzung sorgen können.

Bei der Sprühextraktion wird unter Druck eine Reinigungsflüssigkeit in den Teppichpol injiziert und im gleichen Arbeitsgang zusammen mit dem gelösten Schmutz wieder entfernt. Dieses Verfahren sorgt für eine Reinigung der Polnutzschicht bis auf den Träger. Hier ist jedoch mit Trocknungszeiten von mindestens 24 Stunden zu rechnen, bis der Belag wieder begangen werden kann. Wichtig ist zudem, die Fußbodenheizung für die gesamte Trocknungsdauer abzuschalten, um spiralförmige Anschmutzungen zu vermeiden.

Die Shampoonierung umfasst das Einschäumen des Textilbelages mit einem Shampooniermittel unter Verwendung von Geräten mit rotierenden Scheiben oder Bürsten. Nach der Applikation müssen gelöster Schmutz und auskristallisierter Schaum wieder abgesaugt werden. Dieses Verfahren weist ebenfalls eine Tiefenwirkung auf.Der Faserhersteller Invista bietet auf seinen Webseiten eine schöne Übersicht zu Erste Hilfe-Maßnahmen bei der Fleckentfernung, neben der Fleckentabelle können auch die verschiedenen Reinigungsmethoden nachgelesen werden.



Die Designbodenpflege

Regelmäßige Wisch- und Glanzpflege

Je nach Verschmutzungsgrad sollte der Bodenbelag ein- bis zweimal pro Woche mit einem milden Reinigungs- und Pflegemittel gereinigt werden.  Zur Beseitigung vorhandener Verschmutzung ist der Belag mit CC-PU-Reiniger oder R 1000 gemäß der Gebrauchsanleitung zu reinigen.

 

Reinigung

Bei normaler Verschmutzung reicht es, den Belag zu saugen, zu kehren oder mit Wasser, dem ein Flüssigreiniger zusetzt ist, zu wischen. Einzelne Flecken, z. B. Getränke, direkt aufwischen und nicht antrocknen lassen. Teer, Schuhcreme u. ä. sollten immer sofort entfernt werden. Teer z. B. mit Terpentin entfernen. Bitte keine Scheuermittel verwenden.

Nach längerer Nutzungsdauer empfiehlt sich eine intensive Grundreinigung, 

 

um hartnäckige Verschmutzungen und andere Rückstände nahezu vollständig zu entfernen. Die Grundreinigung wird am besten mit einem weichen Schrubber und einem speziell dafür vorgesehenen Grundreiniger (z. B. CC-Grundreiniger R) durchgeführt. Danach den Bodenbelag mit klarem Wasser wischen. Nach vollständiger Trocknung mit einem Pflegemittel (z. B. CC-Secura-Vollpflege-Seidenmatt oder CC-Bodenglanz 2000) behandeln. 

 

Schutz des Bodens

Beim Rücken von Möbeln ist auf scharfkantige Gegenstände zu achten. Für zusätzlichen Schutz vor Kratzer durch bewegliche Möbelstücke sollten Filzgleiter angebracht werden. Zu kleine oder spitze Stuhlrollen sollten durch größere ersetzt werden, dabei ist Kunststoff empfehlenswert, da Metallteile rosten können.



Laminat

Pflege

Laminatböden besitzen eine sehr harte und dichte Oberflächenstruktur. Aus diesem Grund kann der tägliche Schmutz auch leicht entfernt werden (kehren), es genügt mit nebelfeuchten (!) Tuch von Zeit zu Zeit zu wischen.

 

Reinigung 

Bei stärkerer Verschmutzung kann diese feucht, mit Haushaltsreiniger angereichert werden.

Die überschüssige Feuchtigkeit muss sofort wieder aufgenommen werden. Zusätze wie Seifenreiniger, Kernseife, Scheuermittel o.ä. sollten unterbleiben. Problemflecken wie Rotwein, Fette, Filzstiftmalerei, Schuhabstriche können nur mit alkoholhaltigen Lösungsmitteln wie Aceton (Nagellackentferner) oder Waschbenzin beseitigt werden. In jedem Fall muss nach einer solchen Behandlung sofort mit einem feuchten Tuch nachgewischt werden